STUDIENGEBÄUDE ALPENSTRASSE
Alpenstra├če 75
5020 Salzburg

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Christoph Mayrhofer
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M├╝nzen, Medaillen und Geldwertzeichen

Geschichte

Die M├╝nzen und Medaillen des ehemals selbstst├Ąndigen Erzstifts Salzburg waren schon bei der Gr├╝ndung des Museum 1834 nicht nur ein wesentlicher Teil der Sammlung, sondern auch der Ausstellung. Die Sammlung wuchs in den n├Ąchsten Jahrzehnten bedeutend an. Besonders gef├Ârdert wurde ihre Entwicklung durch die Tatsache, dass mehrere Kustoden zugleich die bedeutendsten Salzburger Numismatiker ihrer Zeit waren. Vor allem Karl Roll (1850ÔÇô1934), nach dem die Stadt Salzburg sogar eine Stra├če benannte, hat hier Bedeutendes geleistet. Der Ankauf der Sammlung Roll machte die Museumssammlung schlie├člich zur geschlossensten ihrer Art. Einen schweren und unwiederbringlichen Verlust erlitt der Bestand knapp nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Abtransport der in den D├╝rrnberg verbrachten Best├Ąnde der Sammlung nach Hallein durch amerikanische Soldaten im Jahr 1945 fehlte knapp die H├Ąlfte des Gesamtbestandes an Salzburger M├╝nzen und Medaillen, darunter fast alle Rarit├Ąten und Unikate. Seit damals konnte zwar eine Anzahl an bedeutenden St├╝cken wieder erworben werden, darunter der von Georg Raphael Donner geschaffene 20-fache Dukat Erzbischof Firmians. Das Fehlen etwa des R├╝bentalers 1504 oder des L├Âwentalers von 1790 stellt aber nach wie vor eine schmerzliche L├╝cke dar.

Der Bestand

Das Kernst├╝ck der Sammlung sind die Salzburger M├╝nzen und Medaillen. In Salzburg und einigen anderen St├Ądten des Erzstifts wurden seit dem 10. Jahrhundert bis in das Jahr 1810 mit nur wenigen Unterbrechungen M├╝nzen gepr├Ągt. Im Mittelalter und im 16. Jahrhundert hatten die hier gepr├Ągten M├╝nzen ÔÇô bedingt durch die reichen Salzburger Edelmetallvorkommen ÔÇô weit ├╝ber Salzburg hinaus gro├če wirtschaftliche Bedeutung. In der Neuzeit ÔÇ×pr├ĄgtenÔÇť bedeutende K├╝nstler und Stempelschneider im wahrsten Sinne des Wortes das Aussehen der Salzburger M├╝nzen und Medaillen. 
An Banknoten und Papiergeld gibt es einen umfangreichen Bestand. Ein Schwerpunkt liegt hier bei den lokalen Notgeldausgaben nach dem Ersten Weltkrieg, die zum Teil bekannte K├╝nstler wie Anton Faistauer entworfen haben.
Die ├╝ber 500 historischen Siegelstempel zeigen ein Spektrum von erzbisch├Âflichen Siegeln seit dem 11. Jahrhundert ├╝ber Salzburger Zunftsiegel bis hin zu Siegeln verschiedenster Salzburger Institutionen und Personen. Dazu passen originale und sp├Ątere Siegelabdr├╝cke und die im 19. Jahrhundert ├╝blichen Siegelmarken.
Aus den Orden und Ehrenzeichen sei hier nur das Abzeichen des Salzburger Ruperti-Ritterordens, das Kapitelkreuz des Salzburger Domkapitels und eine gro├če Anzahl toskanischer Orden erw├Ąhnt, die das Museum von der Familie Habsburg-Toskana erhalten hat.
Das Salzburg Museum beherbergt aber auch den umfangreichsten mittelalterlichen M├╝nzfund ├ľsterreichs. 1978 wurden im Haus Judengasse 10 ├╝ber 28.000 Silberm├╝nzen entdeckt. Neben einer gro├čen Anzahl Pfennigen aus Salzburg und den benachbarten M├╝nzst├Ątten waren auch venezianische, serbische und franz├Âsische M├╝nzen enthalten.
Bei der Erweiterung des Bestands durch Neuerwerbungen stand in den vergangenen Jahrzehnten die Wiederbeschaffung der 1945 gestohlenen Salzburger M├╝nzen und Medaillen im Mittelpunkt. Aktuell wird versucht, die vielf├Ąltigen Pr├Ągungen und andere numismatische Objekte vor allem des 20. Jahrhunderts mit Bezug auf Salzburg zu erwerben. Dabei reicht das Spektrum von Kunstmedaillen Salzburger Medailleure ├╝ber M├╝nzen auf bekannte Salzburger, allen voran Wolfgang Amadeus Mozart, bis hin zu Medaillen und Abzeichen auf Salzburger Ereignisse oder Orte.
Numismatische Objekte sind vor allem in der Neuen Residenz zu sehen. Der Bischofssaal ist hier ganz den Salzburger M├╝nzen und Medaillen von Erzbischof Markus Sittikus von Hohenems bis Hieronymus Colloredo gewidmet. Aber auch zu einzelnen Themen wie etwa dem Dombau sind hier einzelne M├╝nzen und Medaillen zu sehen.

 

Bildergalerie

1 Taler, M├╝nzherr: Paris Graf Lodron, Erzbischof von Salzburg, Silber, Inv.-Nr. M├ť 14.882
1 Taler, M├╝nzherr: Paris Graf Lodron, Erzbischof von Salzburg, Silber, Inv.-Nr. M├ť 14.882
1 Denar, M├╝nzherr: Kg. Heinrich II./Hartwig, Silber, Inv.-Nr. M├ť 18.021
1 Denar, M├╝nzherr: Kg. Heinrich II./Hartwig, Silber, Inv.-Nr. M├ť 18.021
1 Pfennig o.J., M├╝nzherr: Konrad I., Silber, Inv.-Nr. M├ť 18.163
1 Pfennig o.J., M├╝nzherr: Konrad I., Silber, Inv.-Nr. M├ť 18.163
1 Pfennig o.J., M├╝nzherr: Herzog Rudolf von ├ľsterreich, deutscher K├Ânig, Silber, Inv.-Nr. M├ť 20.409
1 Pfennig o.J., M├╝nzherr: Herzog Rudolf von ├ľsterreich, deutscher K├Ânig, Silber, Inv.-Nr. M├ť 20.409
20-facher Dukat, M├╝nzherr: Leopold Anton Freiherr von Firmian, Erzbischof von Salzburg, Gold, Salzburg Museum (Ankauf Komitee f├╝r Salzburger Kultursch├Ątze), Inv.-Nr. M├ť 15.875
20-facher Dukat, M├╝nzherr: Leopold Anton Freiherr von Firmian, Erzbischof von Salzburg, Gold, Salzburg Museum (Ankauf Komitee f├╝r Salzburger Kultursch├Ątze), Inv.-Nr. M├ť 15.875
Medaille 6 aus dem Pinzgauer Zyklus, Helmut Zobl, Silber, Inv.-Nr. M 870
Medaille 6 aus dem Pinzgauer Zyklus, Helmut Zobl, Silber, Inv.-Nr. M 870
Typar, M├╝nzherr: Eberhard I., Erzbischof von Salzburg, Messing, Inv.-Nr. SI 2
Typar, M├╝nzherr: Eberhard I., Erzbischof von Salzburg, Messing, Inv.-Nr. SI 2
Mittlere Goldene Civilehrenmedaille zu 12 Dukaten, verliehen dem Salzburger Pfleger Johann B. Petermandl, Franz I., Inv.-Nr. OR 48
Mittlere Goldene Civilehrenmedaille zu 12 Dukaten, verliehen dem Salzburger Pfleger Johann B. Petermandl, Franz I., Inv.-Nr. OR 48
10 Heller Notgeld Gemeinde Maishofen, Anton Faistauer, Papier, Inv.-Nr. PG 513
10 Heller Notgeld Gemeinde Maishofen, Anton Faistauer, Papier, Inv.-Nr. PG 513
20 Heller Notgeld Gemeinde Maishofen, Anton Faistauer, Papier, Inv.-Nr. PG 514
20 Heller Notgeld Gemeinde Maishofen, Anton Faistauer, Papier, Inv.-Nr. PG 514
50 Heller Notgeld Gemeinde Maishofen, Anton Faistauer, Papier, Inv.-Nr. PG 515
50 Heller Notgeld Gemeinde Maishofen, Anton Faistauer, Papier, Inv.-Nr. PG 515
Thronsiegel, Max Gandolf Graf Kuenburg, Erzbischof von Salzburg, Wachs, gedrechseltes Holz, Inv.-Nr. SI 112
Thronsiegel, Max Gandolf Graf Kuenburg, Erzbischof von Salzburg, Wachs, gedrechseltes Holz, Inv.-Nr. SI 112
Salzburg Museum