STUDIENGEBÄUDE ALPENSTRASSE
Alpenstraße 75
5020 Salzburg

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Dr. Eva Jandl-Jörg
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GemÀldesammlung 1800 bis heute

Geschichte

Die MuseumsgrĂŒnder hatten ihr Augenmerk auf vaterlĂ€ndische AltertĂŒmer gerichtet, sodass die Bildkunst im engeren Sinn in den Anfangsjahren noch wenig zum Tragen kam. Dennoch war bereits eine Pinacotheke vorgesehen, in der sich neben den sehr spĂ€rlichen Überresten der barocken fĂŒrstlichen Sammlungen das spĂ€tbiedermeierlich-kleinstĂ€dtische Kunstleben Salzburgs vertreten fand. Man war fast ausschließlich von der Spendenfreude der BĂŒrgerschaft abhĂ€ngig, die sich vor allem mit FamilienportrĂ€ts, aber auch mit so manchem vor dem Untergang geretteten mittelalterlichen Kleinod am Wachstum der Sammlungen beteiligte. Dieser bescheidene Aktionsradius konnte erst seit den Aufbaujahren nach 1945 mit gezielten AnkĂ€ufen von Spitzenwerken durchbrochen werden. Nun fanden auch bis dahin unerschwingliche GrĂ¶ĂŸen wie Makart und Faistauer den Weg in die Sammlung, sekundiert von Malern wie Ethofer und Schider, Harta und Jung, Schulz und Peiffer Watenphul, die die Salzburger Kunst der GrĂŒnderzeit und klassischen Moderne reprĂ€sentieren. Eine vernachlĂ€ssigte kulturhistorische Besonderheit, das Sattler-Panorama und die damit verbundenen Kosmoramen, wurde mit der Eröffnung des Panorama Museum 2005 wieder erfolgreich ins Licht gerĂŒckt. Die GemĂ€ldesammlung war inzwischen so angewachsen, dass eine Trennung der Ă€lteren und jĂŒngeren BestĂ€nde (ab 1800) geboten erschien, die seither zwei eigene Abteilungen bilden.

Überblick zum Bestand

Es fehlten in Salzburg die bedeutenden Privatsammlungen und Stifterpersönlichkeiten, was sich auch fĂŒr ein kommunales Museum nachteilig auswirkte. Durch die Zerschlagung des angestammten Salzburger Kunstbesitzes nach 1800 ist auch von dieser Seite wenig in den Museumsbesitz eingegangen, eher schon durch RĂŒckkĂ€ufe in jĂŒngerer Zeit. Daher ĂŒberwiegt im Bestand noch immer das bĂŒrgerliche 19. Jahrhundert, angefĂŒhrt von lokalen MalerkoryphĂ€en wie Pezolt, Stief, Fischbach und Mayburger. Das fĂŒr seine Zeit tonangebende Wirken des Salzburgers Hans Makart und die großartige Initiative der KĂŒnstlergruppe Der Wassermann von 1919 gingen an den Sammlungen fast spurlos vorbei, doch wurde hier in den vergangenen Jahrzehnten viel Boden wettgemacht. Auch die fĂŒr Salzburg so wichtigen Landschaftsromantiker konnten nachgebessert werden. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die als BlĂŒtezeit anzusprechende Salzburger Nachkriegs-Modern

Neuerwerbungen

Das Augenmerk zielte in einem kulturhistorisch orientierten Haus mehr auf die Breite des Spektrums als auf einen elitĂ€ren Kunstanspruch. Nach wie vor ist der topografische, lokalbezogene Aspekt ein wichtiges Kriterium. Obwohl sich wegen der betrĂ€chtlichen LĂŒcken im Bestand die Aufmerksamkeit auf das Nachholen von VersĂ€umnissen konzentriert, wird auch der aktuellen Kunstproduktion im Rahmen des Möglichen Rechnung getragen. 

Sichtbarkeit und Funktion

Dank der ĂŒberraschenden Reichhaltigkeit der BestĂ€nde sind Exponate aus dem Museum hĂ€ufig und auch an prominenter Stelle im Ausstellungsgeschehen anzutreffen – ein Beweis fĂŒr eine Strategie, die auf die eigenen StĂ€rken vertraut, anstatt eine modischen „Best of“-Denken zu verfallen. Eine breite Themenpalette kann mit hauseigenen BestĂ€nden abgedeckt werden. Lange gehegtes Wunschziel wĂ€re eine exemplarische Galerie der Salzburger Malerei, fĂŒr die bis jetzt immer der Raum fehlte.
   

Bildergalerie

SelbstportrÀt, Johann Matthias Wurzer, 1818, Inv.-Nr. 169-27
SelbstportrÀt, Johann Matthias Wurzer, 1818, Inv.-Nr. 169-27
Partie von Hallstatt, Ferdinand Georg WaldmĂŒller, 1839, Inv.-Nr. 50-78
Partie von Hallstatt, Ferdinand Georg WaldmĂŒller, 1839, Inv.-Nr. 50-78
Salzburg von Parsch aus, Johann Fischbach, 1840, Inv.-Nr. 1038-2003
Salzburg von Parsch aus, Johann Fischbach, 1840, Inv.-Nr. 1038-2003
Gracht in Utrecht, Hubert Sattler, 1839, Inv.-Nr. 58-30
Gracht in Utrecht, Hubert Sattler, 1839, Inv.-Nr. 58-30
Der Schmadribachwasserfall in der Schweiz, Anton Hansch, 1868, Inv.-Nr. 239-60
Der Schmadribachwasserfall in der Schweiz, Anton Hansch, 1868, Inv.-Nr. 239-60
Blick vom Tannberg ĂŒber den Wallersee gegen SĂŒden, Josef Mayburger, 1870, Inv.-Nr. 169-50
Blick vom Tannberg ĂŒber den Wallersee gegen SĂŒden, Josef Mayburger, 1870, Inv.-Nr. 169-50
Huldigung an Charlotte Wolter, Hans Makart, 1878/80, Inv.-Nr. 1151-88
Huldigung an Charlotte Wolter, Hans Makart, 1878/80, Inv.-Nr. 1151-88
Damen im Café Bazar in Salzburg, Theodor Ethofer, 1908, Inv.-Nr. 1015-94
Damen im Café Bazar in Salzburg, Theodor Ethofer, 1908, Inv.-Nr. 1015-94
Tiergartenherbst, Albert Birkle, 1924, Inv.-Nr. 79-77
Tiergartenherbst, Albert Birkle, 1924, Inv.-Nr. 79-77
Sitzender Akt, Helene von Taussig, um 1925, Inv.-Nr. 1165-88
Sitzender Akt, Helene von Taussig, um 1925, Inv.-Nr. 1165-88
Blick von Parsch auf Festung und Kapuzinerberg, Max Peiffer Watenphul, 1945, Inv.-Nr. 1067-93
Blick von Parsch auf Festung und Kapuzinerberg, Max Peiffer Watenphul, 1945, Inv.-Nr. 1067-93
Roter Kopf, Johannes Steidl, um 1988, Inv.-Nr. 1185-2013
Roter Kopf, Johannes Steidl, um 1988, Inv.-Nr. 1185-2013
Salzburg Museum